Google-Bewertungen sammeln: der ehrliche Weg
Empfehlungen haben schon immer über volle Auftragsbücher entschieden. Google-Bewertungen sammeln heißt, diese Mundpropaganda dorthin zu holen, wo Kunden heute suchen. Der Weg dorthin ist unspektakulär: im richtigen Moment fragen, den Weg leicht machen und auf jede Rückmeldung antworten.
Kaum eine Entscheidung für einen Betrieb fällt heute ohne einen Blick auf die Sterne. Wer Google-Bewertungen sammeln will, betreibt deshalb keine Imagepflege, sondern Akquise: Die Bewertungen stehen im Kartenausschnitt der Suche, bevor ein Interessent die Website überhaupt geöffnet hat, und sie begleiten jede Empfehlung, die im Bekanntenkreis ausgesprochen wird. Wer empfohlen wird, wird gegoogelt, und was dort steht, bestätigt die Empfehlung oder bremst sie.
Warum Google-Bewertungen die neue Mundpropaganda sind
Mundpropaganda war für Handwerk und Dienstleistung immer der stärkste Kanal: Eine zufriedene Kundin erzählt es drei Bekannten, und einer davon ruft an. An diesem Mechanismus hat sich nichts geändert, nur an seiner Reichweite. Die Empfehlung findet heute öffentlich statt, bleibt jahrelang lesbar und erreicht auch Menschen, die niemanden kennen, der den Betrieb kennt. Eine Google-Bewertung ist eine Empfehlung, die nicht verhallt.
Dazu kommt die zweite Wirkung: die Sichtbarkeit selbst. Google beschreibt in der eigenen Hilfe zur lokalen Suche drei Faktorgruppen, nach denen lokale Ergebnisse geordnet werden: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Bewertungen zahlen ausdrücklich auf die Bekanntheit ein, mit Anzahl und Wertung. Ein Betrieb, der systematisch Bewertungen erhält, verbessert damit eine der wenigen Stellgrößen der lokalen Sichtbarkeit, die vollständig aus der eigenen Arbeit entsteht. Wie diese Stellgrößen zusammenspielen, beschreibt der Leitfaden zu Local SEO im Zusammenhang.
Bewertungen wirken also zweimal: einmal auf die Frage, ob der Betrieb überhaupt gesehen wird, und einmal auf die Entscheidung derjenigen, die ihn bereits sehen. In beiden Rollen sind sie ein externes Vertrauenssignal im Sinne des Prinzips E-E-A-T: eine Aussage über den Betrieb, die der Betrieb nicht selbst getroffen hat und die genau deshalb Gewicht trägt.
Eine Einschränkung vorweg: Für Heilberufe gelten eigene Regeln. Arztpraxen bewegen sich beim Umgang mit Bewertungen zusätzlich in Berufsrecht und Schweigepflicht; was dort zulässig ist und was nicht, behandelt der eigene Beitrag zum Bewertungsmanagement für Arztpraxen. Dieser Artikel konzentriert sich auf Handwerk, Gastronomie und Dienstleistung, wo diese Sonderregeln nicht greifen.
Der ehrliche Sammel-Prozess in vier Schritten
Die meisten Betriebe haben kein Qualitätsproblem, sondern ein Frageproblem. Zufriedene Kunden gibt es genug; sie bewerten nur nicht von allein, weil im Alltag nichts sie daran erinnert. Unzufriedene dagegen finden den Weg zum Bewertungsformular ohne jede Hilfe. Genau deshalb rutscht ein unbetreutes Profil über die Jahre ab, obwohl die Arbeit stimmt. Der Ausgleich ist kein Trick, sondern ein Prozess aus vier Schritten.
Erster Schritt: den Moment wählen. Die Bereitschaft zu bewerten ist unmittelbar nach einem gelungenen Abschluss am höchsten: bei der Abnahme, bei der Übergabe, in dem Moment, in dem sich der Kunde bedankt. Wochen später per Sammelmail ist derselbe Kunde längst weitergezogen. Wer den Moment verpasst, verliert nicht die Zufriedenheit, aber die Gelegenheit.
Zweiter Schritt: persönlich fragen. Am wirksamsten fragt die Person, die die Arbeit gemacht hat, nicht ein anonymer Absender im Nachgang. Eine ehrliche Formulierung genügt: Wenn Sie zufrieden waren, würde uns eine Google-Bewertung sehr helfen. Kein Skript, kein Druck, keine Bedingung. Die Bitte ist legitim, solange sie ergebnisoffen bleibt: Gefragt wird nach einer Bewertung, nicht nach fünf Sternen.
Dritter Schritt: den Weg leicht machen. Zwischen der Zusage und der abgeschickten Bewertung liegen sonst mehrere Hürden: Betrieb suchen, den richtigen Eintrag finden, das Formular öffnen. Jede davon kostet einen Teil der Zusagen. Ein Direktlink, als QR-Karte überreicht oder als Nachricht geschickt, reduziert den Weg auf einen Fingertipp. Wie er eingerichtet wird, folgt weiter unten.
Vierter Schritt: antworten und pflegen. Mit der abgegebenen Bewertung beginnt der zweite Teil der Arbeit. Eine kurze, individuelle Antwort zeigt jedem künftigen Leser, dass hinter dem Profil jemand steht, der zuhört. Ein Profil mit vielen Bewertungen und keiner einzigen Antwort wirkt dagegen wie ein Briefkasten, den niemand leert.
Nach gelungenem Abschluss fragen, wenn die Zufriedenheit spürbar ist.
Die Person fragt, die die Arbeit gemacht hat, ohne Skript und ohne Bedingung.
QR-Karte oder Nachricht öffnet das Bewertungsfenster mit einem Fingertipp.
Jede Bewertung erhält eine kurze Antwort, das Profil bleibt lebendig.
Schematische Darstellung: Der ehrliche Sammel-Prozess in vier Schritten, vom richtigen Moment über die persönliche Frage und den Direktlink bis zur laufenden Pflege des Profils.
Anzahl, Frische, Antwortverhalten: die drei Signale
Welche Bewertungslage gut ist, lässt sich nicht an einer einzelnen Zahl festmachen. In der Praxis zählen drei Dimensionen zusammen, und keine ersetzt die anderen.
Die Anzahl ist das Grundrauschen. Sie beantwortet die stille Frage, ob dieser Betrieb regelmäßig arbeitet und regelmäßig Kunden hinterlässt, die etwas sagen wollen. Der Maßstab ist dabei nicht absolut, sondern relativ: Verglichen wird mit den anderen Betrieben desselben Gewerks in derselben Gegend, die im Kartenausschnitt direkt daneben stehen.
Die Frische wird häufig unterschätzt. Ein Profil, dessen jüngste Bewertung zwei Jahre alt ist, wirft die Frage auf, ob es den Betrieb überhaupt noch gibt. Kontinuität schlägt hier jede Kampagne: Ein stetiger Zufluss weniger, aber aktueller Bewertungen zeichnet das Bild eines aktiven Betriebs, während ein großer, aber eingefrorener Bestand von Monat zu Monat an Aussagekraft verliert.
Das Antwortverhalten ist das dritte Signal. Google empfiehlt in der eigenen Hilfe ausdrücklich, auf Rezensionen zu antworten, weil Interaktion die Präsenz eines Profils stützt. Auf Leser wirkt es doppelt: Die Antwort auf Lob zeigt Wertschätzung, die Antwort auf Kritik zeigt Haltung. Beides lässt sich nicht kaufen und genau deshalb liest es jeder mit.
Die Durchschnittsnote ist dabei weniger heikel, als viele denken. Eine 4,7 oder 4,8 mit vielen aktuellen Stimmen wirkt auf Leser glaubwürdiger als eine glatte 5,0 aus einer Handvoll alter Bewertungen, weil sie nach echtem Betrieb aussieht statt nach Auswahl. Sichtbar wird die Note ohnehin: Die Sterne erscheinen direkt im Suchergebnis und beeinflussen dort, wie viele der Menschen, die den Eintrag sehen, ihn auch anklicken. Dieses Verhältnis wird als Click-Through-Rate gemessen und ist der Punkt, an dem Bewertungen und Sichtbarkeit ineinandergreifen.
Der Direktlink: QR-Karte, Nachricht, Aushang
Der Direktlink ist der unspektakulärste und zugleich wirksamste Baustein des ganzen Themas. Google stellt für jedes Unternehmensprofil einen eigenen Link bereit, der das Bewertungsfenster unmittelbar öffnet; er findet sich im Google Business Profile unter der Funktion, mit der sich Kunden um Rezensionen bitten lassen. Wer ihn einmal gespeichert hat, erspart jedem Kunden die Suche nach dem richtigen Eintrag.
Für den Alltag haben sich drei Formen bewährt. Die QR-Karte im Visitenkartenformat wird bei Abnahme oder Übergabe überreicht und funktioniert überall dort, wo der Abschluss persönlich stattfindet. Die kurze Nachricht nach Auftragsende, ein Dank plus Link, erreicht Kunden, die digital erreichbar sind, und lässt sich als Textbaustein vorbereiten. Der Aushang mit QR-Code an Theke, Empfang oder im Wartebereich arbeitet nebenbei, ohne dass jemand aktiv fragen muss. Alle drei Formen transportieren denselben Link; entscheidend ist, dass mindestens eine davon fest im Ablauf verankert wird.
Ehrlich bleibt der Hinweis, dass eine Google-Bewertung ein Google-Konto voraussetzt. Ein Teil der Kunden wird deshalb nie bewerten, egal wie leicht der Weg ist. Das ist kein Grund zur Sorge, sondern der Grund, warum die Frage zur Routine gehören muss: Es genügt, wenn ein Teil der Zufriedenen antwortet, solange dieser Teil kontinuierlich nachwächst.
Der Direktlink ersetzt allerdings kein gepflegtes Profil. Kategorien, Öffnungszeiten, Fotos und Leistungsbeschreibung müssen stimmen, damit die Bewertungen auf ein glaubwürdiges Fundament einzahlen. Dieses Zusammenspiel aus Profilpflege, Bewertungen und lokaler Optimierung ist der Kern von Local SEO für Frankfurt und funktioniert in jeder anderen Region nach derselben Logik.
Bewertungen kaufen, Anreize, Fake: verboten und teuer
Der Markt für Abkürzungen existiert, und er wirbt offensiv: gekaufte Fünf-Sterne-Pakete, Gutscheine gegen Bewertung, Gefälligkeitsbewertungen aus dem Kollegen- und Familienkreis. Alle drei Wege verstoßen gegen die Regeln, alle drei sind riskant, und keiner davon löst das eigentliche Problem.
Googles Richtlinien für Beiträge von Nutzern untersagen gefälschtes Engagement ausdrücklich: Bewertungen, die nicht auf einem echten Erlebnis beruhen, Bewertungen gegen Bezahlung oder Vergünstigung und Bewertungen in eigener Sache. Verstöße können zur Entfernung der Bewertungen führen, in schwereren Fällen zu Einschränkungen des gesamten Profils. Ein Eintrag, der über Jahre aufgebaut wurde, hängt damit an einer Praxis, die jederzeit auffliegen kann.
Dazu kommt das Wettbewerbsrecht. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb zählt in seinem Anhang Praktiken auf, die gegenüber Verbrauchern stets unzulässig sind; dazu gehört auch die Übermittlung und Beauftragung gefälschter Verbraucherbewertungen. Wettbewerber und Verbände können solche Verstöße abmahnen. Das ist keine Rechtsberatung, aber die Stoßrichtung ist eindeutig: Gekaufte Bewertungen sind kein Graubereich, sondern ein doppeltes Risiko gegenüber Google und gegenüber dem Wettbewerb.
Auch die freundlich gemeinte Variante ist heikel: der Rabatt für eine Bewertung, das Gewinnspiel unter allen Bewertern, die Vorauswahl, bei der nur erkennbar zufriedene Kunden den Bewertungslink erhalten. All das erzeugt Bewertungen, die es ohne Gegenleistung nicht gäbe, und fällt damit unter dieselben Regeln. Die Grenze ist einfach zu merken: Die Bitte um eine Bewertung ist erlaubt, die Belohnung dafür nicht.
Auffällig ist, wie oft gekaufte Bewertungen im Paket mit anderen Abkürzungen angeboten werden. Wer Bewertungen verkauft, verkauft meist auch gekaufte Links und garantierte Platzierungen. Die Muster solcher Angebote sind im Beitrag über unseriöse SEO-Anbieter beschrieben und ähneln sich über alle Disziplinen hinweg.
Schematische Darstellung: Gekaufte oder angereizte Bewertungen tragen ein doppeltes Risiko aus Richtlinien und Wettbewerbsrecht, verdiente Bewertungen bauen dauerhaft Vertrauen und Sichtbarkeit auf.
„Gefragt wird nach einer Bewertung, nicht nach fünf Sternen. Genau diese Offenheit unterscheidet den ehrlichen Weg von der Abkürzung.“
Auf negative Bewertungen antworten
Früher oder später kommt sie: die Ein-Sterne-Bewertung, berechtigt oder nicht. Entscheidend ist ein Perspektivwechsel, bevor die erste Zeile geschrieben wird. Die Antwort richtet sich nicht an den Verfasser; sie richtet sich an die vielen künftigen Leser, die daran ablesen, wie der Betrieb mit Kritik umgeht. Eine souveräne Antwort auf eine unfaire Bewertung gewinnt mehr Vertrauen, als die Bewertung kostet.
Bewährt hat sich eine Struktur aus vier Elementen: für die Rückmeldung danken, den Kern der Kritik ernst nehmen und sachlich einordnen, eine Lösung oder ein Gespräch anbieten und den Austausch auf einen direkten Kanal verlagern. Was nicht hineingehört: Rechtfertigungskaskaden, Gegenangriffe, Details zum Auftrag oder zur Person. Wer im Affekt ist, wartet einen Tag. Die Antwort bleibt Jahre sichtbar, der Ärger nicht.
Zwei neutrale Muster als Ausgangspunkt, an den eigenen Fall anzupassen. Für berechtigte Kritik: Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Der beschriebene Ablauf entspricht nicht unserem Anspruch, und wir möchten das gern klären. Bitte melden Sie sich direkt bei uns, damit wir den Vorgang zuordnen können. Für nicht zuzuordnende Kritik: Vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir können diesen Vorgang keinem Auftrag zuordnen und bitten Sie, sich direkt bei uns zu melden, damit wir dem nachgehen können.
Für Bewertungen, die erkennbar gegen Googles Inhaltsrichtlinien verstoßen, etwa weil sie beleidigend sind, vom Wettbewerb stammen oder gar keinen Kundenkontakt beschreiben, existiert die Meldung über das eigene Profil. Maßstab der Prüfung sind Googles Richtlinien, nicht das Empfinden des Betriebs; entsprechend gemischt fallen die Ergebnisse aus. Antworten sollte man trotzdem in jedem Fall, denn bis zu einer etwaigen Entfernung bleibt die Bewertung öffentlich sichtbar.
Echte Bewertungen auf der eigenen Website nutzen
Bewertungen wirken über das Google-Profil hinaus, wenn sie den Weg auf die eigene Website finden: als Stimmen auf der Startseite, neben dem Kontaktformular, auf Leistungsseiten. Wichtig ist die Reihenfolge: erst echte Bewertungen verdienen, dann einbinden. Erfundene Testimonials sind keine Grauzone, sondern dieselbe Irreführung wie gekaufte Sterne, nur auf eigenem Boden.
Praktisch bewährt sich eine kleine Auswahl konkreter Stimmen. Bewertungen, die eine Leistung, einen Ablauf oder ein gelöstes Problem benennen, sagen mehr als zehn austauschbare Lobsätze. Bei namentlicher Nennung außerhalb der Google-Umgebung gehört das Einverständnis der Verfasser dazu; alternativ bleiben die anonymisierte Auswahl oder die schlichte Verlinkung des Google-Profils mit Anzahl und Note.
Eine technische Erwartung sollte man dabei begraben: die eigenen Sterne im Google-Suchergebnis der eigenen Website. Google blendet Bewertungs-Sternchen aus strukturierten Daten nicht ein, wenn ein Unternehmen sie für sich selbst auszeichnet; die Dokumentation zu Review-Snippets schließt solche Fälle ausdrücklich aus. Die Einbindung auf der Website wirkt auf Menschen, nicht auf die Darstellung im Suchergebnis, und das ist Wirkung genug.
Wie stark dieser Baustein wiegt, unterscheidet sich nach Gewerk. Überall dort, wo Aufträge mit mehreren Vergleichsangeboten beginnen, entscheidet die Bewertungslage mit darüber, wer überhaupt zum Angebot eingeladen wird. Wie das im Zusammenspiel mit der übrigen Sichtbarkeit aussieht, zeigt exemplarisch die Seite zu SEO für Malerbetriebe.
Systematik statt Aktion: Bewertungen im Betriebsalltag
Der Unterschied zwischen Betrieben mit dreißig und dreihundert Bewertungen liegt selten in der Qualität der Arbeit, sondern in der Routine des Fragens. Eine einmalige Aktion bringt einen Schub und versandet; eine Routine bringt jeden Monat einige Bewertungen, über Jahre. Bewertungsarbeit ist Bestandspflege, keine Kampagne.
Dafür genügen drei Festlegungen. Erstens: Wer fragt? Im Regelfall die Person, die den Auftrag abschließt, ob Monteur, Projektleiterin oder Inhaber. Zweitens: Wann? An einem festen Punkt im Ablauf, etwa bei der Abnahme oder mit der Schlussrechnung, damit die Frage nicht vom Tagesgeschäft abhängt. Drittens: Wer antwortet? Eine benannte Person mit festem Rhythmus, etwa einmal pro Woche, damit keine Bewertung länger unbeantwortet bleibt. Ohne Zuständigkeit versandet jede dieser Aufgaben, mit Zuständigkeit kosten alle drei zusammen wenige Stunden im Monat.
Einmal im Quartal lohnt der Blick auf drei Größen: Wie viele neue Bewertungen sind hinzugekommen, wie viele sind unbeantwortet, und wo steht der lokale Wettbewerb? Diese kleine Bestandsaufnahme zeigt zuverlässig, ob die Routine lebt oder eingeschlafen ist, und macht die Wirkung sichtbar, ohne dass es dafür Werkzeuge braucht.
Als Teil der Gesamtsichtbarkeit ist das Bewertungsprofil ein Baustein unter mehreren. Wie er sich mit Website, Inhalten und Profilpflege zu Anfragen verbindet, zeigt die Seite zu SEO für Handwerksbetriebe. Ob im eigenen Fall eher die Bewertungslage, das Profil oder die Website der Engpass ist, lässt sich in einem ersten Gespräch meist schnell eingrenzen.
Häufige Fragen zu Google-Bewertungen
Wie bekomme ich mehr Google-Bewertungen?
Der zuverlässigste Weg ist die persönliche Bitte im richtigen Moment: direkt nach einem gelungenen Abschluss, verbunden mit einem Direktlink oder einer QR-Karte, die das Bewertungsfenster sofort öffnet. Entscheidend ist die Routine: Wenn die Frage fester Teil des Auftragsabschlusses ist, wächst das Profil kontinuierlich weiter, ohne dass es dafür Aktionen oder Werkzeuge braucht.
Darf ich Kunden für eine Google-Bewertung belohnen?
Nein. Googles Richtlinien untersagen Bewertungen gegen Bezahlung oder Vergünstigung, und das Wettbewerbsrecht stuft gefälschte und erkaufte Verbraucherbewertungen als unlautere Praktik ein. Erlaubt ist die Bitte um eine Bewertung ohne Gegenleistung und ohne Vorauswahl der Gefragten. Rabatte, Gutscheine oder Gewinnspiele als Anreiz gefährden das Profil und können abgemahnt werden.
Wo finde ich den Direktlink zu meinem Bewertungsformular?
Im Google Business Profile gibt es eine eigene Funktion, mit der sich Kunden um Rezensionen bitten lassen; sie erzeugt einen kurzen Link, der das Bewertungsfenster direkt öffnet. Dieser Link lässt sich als QR-Code auf eine Karte drucken, in eine Abschlussnachricht einfügen oder am Empfang aushängen. Voraussetzung auf Kundenseite ist ein Google-Konto.
Soll ich auf jede Google-Bewertung antworten?
Ja, zumindest kurz. Die Antwort wirkt weniger auf den Verfasser als auf alle künftigen Leser, die daran erkennen, dass der Betrieb zuhört. Bei positiven Bewertungen genügt ein individueller Satz, bei kritischen eine sachliche Antwort mit Gesprächsangebot. Ein Profil voller unbeantworteter Bewertungen wirkt unbetreut, selbst wenn die Durchschnittsnote stimmt.
Kann ich eine negative Google-Bewertung löschen lassen?
Nur, wenn sie gegen Googles Inhaltsrichtlinien verstößt, etwa bei Beleidigungen, erfundenen Erlebnissen oder Bewertungen ohne jeden Kundenkontakt. Solche Fälle lassen sich über das eigene Profil melden; die Prüfung dauert und führt nicht immer zur Entfernung. Bloße Unzufriedenheit ist kein Löschgrund. Bis zur Entscheidung bleibt die sachliche, öffentliche Antwort das wirksamste Mittel.
Wie viele Google-Bewertungen braucht ein Betrieb?
Eine feste Zahl gibt es nicht; der Maßstab ist der lokale Wettbewerb im eigenen Gewerk. Wer deutlich weniger Bewertungen hat als vergleichbare Betriebe in der Umgebung, fällt im Kartenausschnitt ab. Wichtiger als jede Zielmarke ist die Kontinuität: Ein stetiger Zufluss aktueller Bewertungen wirkt stärker als ein großer alter Bestand, der nicht mehr wächst.
Fazit
Google-Bewertungen sind die öffentlich gewordene Mundpropaganda: Sie entscheiden mit über die lokale Sichtbarkeit und über die Entscheidung derjenigen, die den Betrieb bereits gefunden haben. Der ehrliche Weg dorthin besteht aus vier unspektakulären Schritten: den Moment nach dem gelungenen Abschluss nutzen, persönlich und ergebnisoffen fragen, den Weg mit einem Direktlink auf einen Fingertipp verkürzen und jede Rückmeldung beantworten. Abkürzungen über gekaufte oder angereizte Bewertungen verletzen Googles Richtlinien und das Wettbewerbsrecht und setzen aufs Spiel, was über Jahre aufgebaut wurde.
Wirksam wird das Ganze erst als Routine: eine benannte Person, ein fester Zeitpunkt im Ablauf, ein wöchentlicher Blick auf unbeantwortete Bewertungen. Betriebe, die das sechs Monate durchhalten, brauchen keine Aktionen mehr, weil das Profil mit jedem Auftrag von selbst weiterwächst und die Frische von allein entsteht, die Leser und Suchmaschine gleichermaßen überzeugt.
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Woran man Anbieter erkennt, die mit gekauften Bewertungen, Garantien und Abkürzungen arbeiten.
- Google: Lokales Ranking verbessern, offizielle Erläuterung der Faktoren Relevanz, Entfernung und Bekanntheit inklusive der Rolle von Rezensionen
- Google: Mehr Rezensionen erhalten, Hilfeseite zum Teilen des Direktlinks, mit dem Kunden um Bewertungen gebeten werden können
- Google: Rezensionen lesen und beantworten, Anleitung und Empfehlungen zum Antworten auf Bewertungen im Unternehmensprofil
- Google: Verbotene und eingeschränkte Inhalte, Richtlinien für Nutzerbeiträge, darunter das Verbot gefälschten Engagements und bezahlter Bewertungen
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), Gesetzestext mit dem Anhang stets unzulässiger geschäftlicher Handlungen, darunter gefälschte Verbraucherbewertungen
- Google: Strukturierte Daten für Review-Snippets, Dokumentation dazu, wann Bewertungssterne im Suchergebnis erscheinen und warum Eigenbewertungen ausgeschlossen sind
